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Maria Hilf Siegenhofen

Mutmaßlich stand an der Stelle der Kirche eine romanische Kapelle, von der sich Mauerreste erhalten haben.
Der Ursprung der kleinen Wallfahrt hängt vielleicht im Zusammenhang mit einer in der Nähe liegenden Quelle. Diese galt damals als heilkräftig und wurde "Unser Frauen Brunnen" genannt.

Zeitweise war der Wallfahrtsbetrieb so bedeutend, dass man sich nach einem Brand 1721 entschloss, eine größere Kirche zu errichten. Vorbild war die 1717 fertiggestellte Pfarrkirche von Rieden. 1723 fand hier die Wallfahrts-Muttergottes einen neuen Platz.
1864 wird berichtet, dass etwa 1700 Kommunionen jährlich gespendet wurden; das heißt, die Wallfahrt war für die umliegenden Ortschaften durchaus von Bedeutung. Sie ist Anfang des 20. Jahrhunderts eingeschlafen.

Das Hauptfest der Kirche ist der Sonntag nach dem Fest Mariä Geburt am 8. September, zu dem bis heute eine "Wiesnkirwa" veranstaltet wird. Am 7. September 1980 wurde die Kirche durch hwst. Herrn Weihbischof Karl Flügel neu geweiht und „neue“ Reliquien in den Hochaltar eingefügt.
Hinter dem Hochaltar befindet sich ein beachtenswertes auf Holz gemaltes Bild „Mariä Heimsuchung“ aus dem 15. Jahrhundert.
Die Orgel stammt aus der Mitte des 18. Jh. und wurde 1843 gebraucht angeschafft. Der Amberger Orgelbauer Specht renovierte sie. 1980 wurde sie grundlegend repariert.

Es gibt eine Lokaltradition: Im Dreißigjährigen Krieg soll ein schwedi-scher Musketier seine Waffe auf die etwas rustikale spätgotische Wallfahrts-Muttergottes abgeschossen haben. Die Kugel prallte ab und tötete den Musketier. Das vorgebliche Einschussloch ist noch heute zu sehen. Das Gedicht „Der Schwedenschuß“ berichtet eindrücklich darüber.